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Unternehmer, die Bücher schreiben, und ihre Themen.

Schreiben

Das eigene Fachbuch: Warum Unternehmer schreiben sollten und wie sie anfangen

Ein Fachbuch ordnet Ihr Wissen und macht es für andere greifbar. Warum sich die Arbeit für Unternehmer lohnt und wie Sie die ersten vier Wochen planen.

Von der Redaktion · 4 Min. Lesezeit

Gebundene Bücher, eine Lesebrille und ein Füller auf einem Holzschreibtisch am Fenster.
Gebundene Bücher, eine Lesebrille und ein Füller auf einem Holzschreibtisch am Fenster.Bild: mit KI erstellt

Wer ein Unternehmen führt oder Kunden berät, beantwortet dieselben Fragen immer wieder: im Erstgespräch, im Angebot, bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Ein Fachbuch beantwortet sie einmal, gründlich und in Ruhe. Der Weg dorthin beginnt nicht mit dem ersten Kapitel, sondern mit ein paar klaren Entscheidungen.

Schreiben ordnet das eigene Denken

Im Gespräch lassen sich Lücken überspielen. Sie bemerken ein Stirnrunzeln und schieben eine Erklärung nach. Auf dem Papier geht das nicht. Dort muss jeder Gedanke auf dem vorigen aufbauen, sonst verliert der Leser den Faden.

Genau darin liegt der erste Gewinn. Wer seine Methode aufschreibt, merkt, wo sie unscharf ist. Vielleicht arbeiten Sie seit Jahren nach einem bewährten Ablauf, haben ihn aber nie vollständig in Worte gefasst. Beim Schreiben müssen Sie ihn benennen, ordnen und begründen. Danach erklären Sie ihn auch mündlich klarer.

Der zweite Gewinn: Ihr Wissen liegt an einem Ort. Heute steckt es in Präsentationen, E-Mails, Notizbüchern und in Ihrem Kopf. Ein Buch bündelt es. Neue Mitarbeiter lernen daraus Ihre Arbeitsweise kennen, und Sie selbst haben eine Grundlage für Vorträge und Seminare.

Der dritte Gewinn ist Dauer. Ein Beitrag in sozialen Netzwerken verschwindet meist nach wenigen Tagen aus dem Blick. Ein Buch liegt auf dem Schreibtisch, wird verliehen, mit Anmerkungen versehen und Jahre später wieder aufgeschlagen. Es kann auch Anlass für Einladungen sein, etwa zu Vorträgen oder zu Gesprächen mit der Presse. Darauf verlassen sollten Sie sich nicht. Der Gewinn für Ihr eigenes Denken ist dagegen sicher.

Was ein Fachbuch nicht sein muss

Ein Buchprojekt kann an zu großen Erwartungen scheitern. Streichen Sie deshalb ein paar davon. Ein Fachbuch muss kein Lexikon sein. Es muss nicht alles enthalten, was Sie wissen, und nicht jede Ausnahme behandeln. Es muss auch nicht besonders dick sein. Und es muss im ersten Entwurf noch nicht gut klingen, denn dafür gibt es die Überarbeitung. Ein gutes Fachbuch beantwortet eine Frage gründlich, statt zehn Fragen oberflächlich.

Formulieren Sie vor dem ersten Kapitel einen einzigen Satz: Wem hilft dieses Buch, und wobei? Ein Beispiel könnte lauten: Dieses Buch hilft Inhabern kleiner Handwerksbetriebe, ihre Preise sicher zu kalkulieren. Der Satz wirkt unscheinbar. Er entscheidet aber über jedes spätere Kapitel. Was nicht zu ihm passt, gehört in ein anderes Buch.

Ein gutes Fachbuch beantwortet eine Frage gründlich, statt zehn Fragen oberflächlich.

Die ersten vier Wochen

Ein Buch entsteht nicht an einem Wochenende. Die ersten vier Wochen können Sie aber so planen, dass danach ein tragfähiges Fundament steht.

Woche eins: Legen Sie Leser und Frage fest. Schreiben Sie den Satz von oben auf eine Karte und legen Sie die Karte neben Ihre Tastatur.

Woche zwei: Sammeln Sie Material. Notieren Sie die Fragen, die Kunden Ihnen stellen, und fragen Sie Ihr Team, welche Erklärungen es von Ihnen immer wieder hört. Sichten Sie alte Präsentationen, Angebote und Notizen. Vieles davon können Sie später verwenden.

Woche drei: Gliedern Sie. Eine Faustregel für den Anfang: acht bis zwölf Kapitel, und jedes beantwortet eine Frage Ihres Lesers. Ordnen Sie die Kapitel so, wie Ihr Leser vorgehen würde, nicht so, wie Sie selbst das Thema einmal gelernt haben.

Woche vier: Schreiben Sie ein Probekapitel. Nehmen Sie eines aus der Mitte, nicht die Einleitung. So merken Sie, wie sich Ihr Thema auf dem Papier anfühlt und wie viele Stunden ein Kapitel braucht. Mit dieser Erfahrung planen Sie den Rest. Die Einleitung schreiben Sie am besten zuletzt. Dann wissen Sie, was Ihr Buch tatsächlich sagt.

Feste Zeiten statt guter Vorsätze

Wer auf freie Wochen am Stück wartet, verschiebt sein Buch auf unbestimmte Zeit. Planen Sie stattdessen feste Schreibzeiten, etwa drei Vormittage pro Woche für je eine Stunde. Tragen Sie diese Zeiten in den Kalender ein und behandeln Sie sie wie einen Termin mit einem wichtigen Kunden. Schreiben Sie an einem Ort, an dem Telefon und Postfach Pause haben.

Messen Sie Ihren Fortschritt in Zeit, nicht in Seiten. Manche Stunden bringen zwei Seiten, andere einen einzigen guten Absatz. Beides zählt. Hören Sie nach Möglichkeit mitten in einem Gedanken auf. Dann wissen Sie beim nächsten Mal sofort, wo Sie weitermachen. Fällt eine Woche aus, beginnen Sie in der nächsten wieder. Ein Buch verträgt Unterbrechungen, solange Sie zurückkehren.

Nach vier Wochen haben Sie einen Leser, eine Frage, eine Gliederung und ein erstes Kapitel. Das ist noch kein Buch. Aber an diesem Punkt wird aus einer Absicht ein Projekt.

Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von KI.

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